Website mit KI, Baukasten oder bauen lassen?

Du kannst eine Website mit KI erstellen, und die Anbieter versprechen das Ergebnis in Minuten. Hier vergleichen wir KI-Generatoren, Baukästen, WordPress und die Umsetzung durch Profis, damit du den Weg findest, der zu deiner Zeit und deinem Budget passt.

Jonny, Mitgründer von Ava-Design

Jonny, Mitgründer von Ava-Design · 11 Min. Lesezeit

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Kurz gesagt

Ja, du kannst eine Website mit KI erstellen. Wix, Squarespace, Jimdo, Hostinger und Framer bieten Generatoren, die aus einer Beschreibung einen Entwurf bauen. Aus unserer Sicht sparen sie vor allem den Start, ersetzen aber nicht die Prüfung von Texten, Bildern und Rechtstexten, und die liegt bei dir. Ein Baukasten passt, wenn Budget und Zeit knapp sind und die Website einfach sein darf. Soll sie Anfragen bringen, lohnt sich oft die Umsetzung durch Profis, weil dann Aufbau, Pflege und Technik nicht an dir hängen.

Inhalt

Welche Wege zur eigenen Website gibt es?

Wenn du eine Website brauchst, stehen dir vier Wege offen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer Arbeit, Pflege und Verantwortung trägt.

  • KI-Generator: Du beschreibst dein Vorhaben, ein Werkzeug erzeugt Struktur, Texte und Bilder. Die großen Baukästen haben solche Generatoren eingebaut.
  • Baukasten: Du setzt die Website selbst in einem Editor zusammen, Hosting und Vorlagen gehören zum Tarif. Bekannte Anbieter sind Wix, Jimdo und Squarespace.
  • WordPress: Eine Open-Source-Software, die du bei einem Hoster einrichtest. Du bekommst viel Freiheit und trägst Pflege und Sicherheit selbst.
  • Bauen lassen: Ein Profi setzt die Website um, zum Beispiel mit einem Profi-System wie Sitejet. Du lieferst Inhalte und Wünsche.

Wichtig: Dieser Artikel gibt einen allgemeinen Überblick und ist keine Rechtsberatung.

Du kannst auch kombinieren: KI-Generator für den ersten Entwurf, danach Profis für Prüfung oder Neubau. Entscheidend ist, was die Website für dein Geschäft leisten soll.

Laut Wix, Squarespace, Jimdo, Hostinger, Framer, WordPress.org und Sitejet, jeweils Anbieterangaben (abgerufen im Oktober 2026).

Kann eine KI deine Website komplett bauen?

Die Anbieter sagen ja. Laut Wix erzeugt der AI Website Builder aus einer Beschreibung eine komplette Website. Laut Squarespace entsteht nach einigen Fragen zum Vorhaben eine mehrseitige Website mit Startinhalten, Bildern und einer gestalterischen Richtung. Jimdo wirbt mit einer KI-Website in Minuten, Hostinger mit einer Website ohne IT-Kenntnisse. Der Agent von Framer erstellt laut Anbieter bearbeitbare Seiten, Texte und Bilder direkt im Projekt.

Das ist ein echter Fortschritt: Struktur, erste Texte und Bildideen stehen schnell.

Die Frage ist, was danach kommt. Fachleute sehen die Grenzen vor allem bei Individualität und Tiefe. Nach Einschätzung eines Autors im Handwerksblatt neigen KI-Texte oft zu Oberflächlichkeit und Phrasen und fangen den Charakter eines Betriebs kaum ein. KI-Tools leisten demnach gute Vorarbeit, ersetzen aber keine langfristige Strategie.

Dazu kommt die Verantwortung. Laut eRecht24 bleibst du als Betreiber für veröffentlichte Inhalte verantwortlich, auch wenn eine KI sie erzeugt hat. Laut Google ist es entscheidend, KI-Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Richtigkeit zu prüfen. Außerdem warnt Google vor vielen Seiten ohne Mehrwert für Nutzer. Ein generelles Verbot von KI-Inhalten nennt Google dort nicht.

Unsere Empfehlung: Nutze KI als Werkzeug für den Entwurf und lies jeden Satz selbst. Prüfe Leistungen, Öffnungszeiten, Preise und Referenzen. Das Werkzeug kennt dein Unternehmen nicht, es rät.

Laut Wix, Squarespace (Beitrag vom 22.09.2026), Jimdo, Hostinger und Framer, jeweils Anbieterangaben. Einschätzung laut Handwerksblatt (15.04.2026) und eRecht24 (Stand 01.09.2026). Laut Google Search Central (abgerufen im Oktober 2026).

Was kostet und kann ein Baukasten?

Ein Baukasten bündelt Editor, Hosting und Vorlagen in einem Tarif. Du richtest keine Technik ein, und für kleine Websites reicht das oft aus. Bei Wix brauchst du für eine eigene Domain einen bezahlten Tarif, und Premium-Tarife können die Wix-Werbung entfernen.

Ein Baukasten kostet laut Marktübersicht von sellwerk 15 bis 40 € im Monat. Wie viel genau, hängt vom Tarif ab: Eine eigene Domain und eine Website ohne Werbung des Anbieters gibt es je nach Anbieter erst in bezahlten Tarifen. Prüfe deshalb vor dem Abschluss direkt beim Anbieter, was dein Tarif enthält und was er nach einem Aktionszeitraum kostet.

Der Vorteil liegt im schnellen Start. Aus unserer Sicht liegen die Grenzen bei Technik und Umzug: Du arbeitest innerhalb der Möglichkeiten des Anbieters, und ziehst du später um, bedeutet das meist einen Neubau.

Aus unserer Sicht ist der Baukasten ein ehrlicher Weg, wenn Budget und Zeit knapp sind und die Website vor allem dafür da ist, dass man dich findet und erreicht. Wie sich die Kosten bei einer Umsetzung durch Profis zusammensetzen, liest du in Was kostet eine Website 2026?

Laut Wix (Hilfe-Center), Jimdo und Squarespace, jeweils Anbieterangaben, sowie Marktübersicht von sellwerk (Stand August 2026, abgerufen im Oktober 2026).

WordPress oder KI-Website: Was passt besser?

WordPress ist das verbreitetste System im Netz. Laut W3Techs laufen 39,5 % aller Websites damit (Stand 29.10.2026), bei Websites mit bekanntem System sind es 58,3 %. Die Software ist Open Source unter der GPL. Die Website drumherum kostet trotzdem Geld.

Hosting gibt es zum Beispiel bei IONOS: Dort liegen die Aktionspreise bei 1 bis 10 € pro Monat, danach laut Preisseite bei 5 bis 20 € pro Monat je nach Tarif, jeweils inklusive MwSt. Eine Domain und ein SSL-Zertifikat sind im Tarif enthalten. Dazu kommen gegebenenfalls Erweiterungen. Die kostenpflichtigen Tarife des Page-Builders Elementor beginnen laut Anbieter bei 60 USD pro Jahr.

Der wichtigste Punkt ist die Pflege. Laut Patchstack wurden 2025 im WordPress-Ökosystem 11.334 neue Sicherheitslücken gemeldet. 91 % davon lagen in Plugins, nur 6 im WordPress-Kern. 46 % der Lücken waren bis zur Offenlegung nicht behoben. Das Risiko liegt also überwiegend bei Erweiterungen, und Updates und die Auswahl der Plugins gehören zur laufenden Pflege.

Die Frage „WordPress oder KI-Website“ vergleicht genau genommen zwei Ebenen. WordPress ist ein System, auf dem eine Website läuft. Ein KI-Generator ist ein Werkzeug, das Inhalte und Aufbau erzeugt, meist innerhalb eines Baukastens. Aus unserer Sicht gilt: Der Generator nimmt dir den Anfang ab, WordPress gibt dir mehr Freiheit und mehr Verantwortung.

Laut W3Techs (Stand 29.10.2026), WordPress.org, IONOS (Aktionspreise zeitlich begrenzt), Elementor und Patchstack, „State of WordPress Security in 2026“ (abgerufen im Oktober 2026).

Was ist Sitejet, und was bringt eine Umsetzung durch Profis?

Sitejet ist laut Hersteller ein Website-Builder von WebPros, einem Unternehmen, das laut eigener Aussage Software für die Hosting-Branche baut. Es gibt zwei Produkte: Sitejet Studio für Agenturen und Webdesigner und den Sitejet Website Builder für kleine Unternehmen und Kreative. Hosting, SSL und Backups sind in beiden Tarifen enthalten. Im Studio gibt es ein Kundenportal, in dem Kunden Feedback direkt auf der Seite geben.

Beim Vergleich Sitejet vs. WordPress liegt der Unterschied weniger in der Optik als in der Pflege. Bei WordPress setzt du Hosting, Erweiterungen und Updates selbst zusammen. Bei Sitejet sind Hosting, SSL und Backups schon im System. Dafür ist auch Sitejet ein geschlossenes System: Ziehst du später zu einem anderen System um, bedeutet das in der Regel einen Neubau.

Transparenz: Wir bauen die Websites unserer Kunden selbst mit Sitejet. Deshalb nennen wir hier auch die Grenzen des Systems.

Warum die Website bauen lassen? Weil du Zeit und Verantwortung abgibst. Du lieferst Inhalte und Wünsche, ein Profi übernimmt Aufbau, Technik und Feedbackrunden. Aus unserer Sicht spart dir das den Lernaufwand, den ein Editor trotz KI mitbringt, und die Website passt zu deinem Geschäft und nicht nur zu einer Vorlage. Wenn du abwägst, ob ein Freelancer oder eine Agentur besser passt, hilft dir Freelancer oder Agentur.

Laut Sitejet (Startseite und Preisseite) und WebPros, jeweils Herstellerangaben (abgerufen im Oktober 2026).

Wie sieht es mit Rechtstexten, Datenschutz und Sicherheit aus?

Unabhängig vom Weg gilt: Du bist als Betreiber verantwortlich. Laut eRecht24 brauchst du in jedem Fall ein rechtssicheres Impressum und eine Datenschutzerklärung, sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden, etwa über ein Kontaktformular. Setzt du KI-Tools ein, die personenbezogene Daten verarbeiten, braucht es laut eRecht24 einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter. Die Haftung lässt sich per Disclaimer nicht ausschließen. Das ist die Einschätzung von eRecht24.

Ein KI-Tool kann einen Rechtstext entwerfen, die Verantwortung bleibt bei dir. Unsere Empfehlung: Lass Impressum und Datenschutzerklärung anwaltlich geprüft erstellen und nicht ungeprüft von einer KI übernehmen.

Gibt ein Anbieter Daten in die USA weiter, spielt das EU-US Data Privacy Framework eine Rolle. Die EU-Kommission hat dazu am 10.07.2023 einen Angemessenheitsbeschluss angenommen, er gilt für teilnehmende Unternehmen. Squarespace gibt in seiner Datenschutzerklärung an, zertifiziert zu sein, und nutzt zusätzlich Standardvertragsklauseln. Ob ein Anbieter teilnimmt, zeigt das offizielle Verzeichnis des Data Privacy Framework. Lies außerdem vor dem Abschluss die Datenschutzerklärung deines Anbieters.

Nutzt du KI-Bilder oder KI-Texte, kann zusätzlich eine Kennzeichnung ein Thema sein. Was dazu gilt, erklären wir in Musst du KI-Bilder auf deiner Website kennzeichnen?

Bei der Sicherheit zählt, wer die Technik pflegt. Bei Systemen mit enthaltenem Hosting, SSL und Backups wie Sitejet ist ein Teil davon schon erledigt. Bei WordPress gehören Updates und die Auswahl der Plugins zu deinen laufenden Aufgaben.

Laut eRecht24 (Stand 01.09.2026), EU-Kommission (Adäquanzbeschlüsse), Squarespace (Datenschutzerklärung), Sitejet und Patchstack (abgerufen im Oktober 2026).

Welcher Weg passt zu dir?

Ob du deine Website selbst erstellst oder erstellen lässt, hängt von vier Dingen ab: Zeit, Budget, Anspruch und Pflege. Die Tabelle fasst die Wege zusammen.

WegPasst, wenn …Darauf solltest du achten
KI-Generator im Baukastendu schnell einen Entwurf willst und Texte und Bilder selbst prüfst.Das Ergebnis ist ein Entwurf. Inhalte, Rechtstexte und Datenschutz liegen bei dir.
Baukasten selbst bauenBudget und Zeit knapp sind und die Website einfach sein darf.Laut sellwerk 15 bis 40 € im Monat. Ein Umzug bedeutet aus unserer Sicht meist einen Neubau.
WordPressdu viel Freiheit willst und Updates und Plugins selbst im Blick behältst.Hosting bei IONOS je nach Tarif 5 bis 20 € im Monat inkl. MwSt., zum Start teils als Aktion ab 1 €. Dazu kommen Erweiterungen und Pflege.
Sitejetdu ein System mit enthaltenem Hosting, SSL und Backups suchst.Studio richtet sich an Agenturen, der Website Builder an kleine Unternehmen. Preise stehen auf sitejet.io. Ein Umzug in ein anderes System bedeutet meist einen Neubau.
Bauen lassen zum Festpreis (Ava-Design)du Zeit sparen willst und die Website Anfragen bringen soll.Onepager ab 699 €, Multipager ab 899 € netto. Online in 3 Wochen ab Eingang aller Unterlagen, im ersten Jahr Hosting, Wartung und Support inklusive, ab dem zweiten Jahr 29,99 € netto pro Monat.

Preise laut Anbieterseiten, Aktionspreise zeitlich begrenzt (abgerufen im Oktober 2026). Die Angaben zu Ava-Design sind eigene Angaben.

Wer wenig Budget hat und Zeit mitbringt, ist mit einem Baukasten gut bedient. Soll die Website vor allem Kunden gewinnen, rechnet sich das Bauenlassen aus unserer Sicht oft, weil du deine Stunden nicht in Editor, Texte, Rechtstexte und Pflege steckst. Rechne deine eigene Zeit mit.

  • Wie viele Stunden hast du in den nächsten Wochen wirklich frei?
  • Wer schreibt und prüft Texte, Bilder und Rechtstexte?
  • Wer kümmert sich um Updates, Backups und Sicherheit?
  • Was passiert, wenn du später umziehen möchtest?
  • Was kostet die Website nach dem ersten Jahr?
  • Soll die Website Anfragen bringen oder vor allem auffindbar sein?

Häufige Fragen zu KI, Baukasten und Agentur.

Kann ich meine Website komplett mit KI erstellen?

Technisch ja. Wix, Squarespace, Jimdo, Hostinger und Framer bieten Generatoren, die aus einer Beschreibung eine Website bauen. Die Ergebnisse sind Entwürfe. Du prüfst Texte, Bilder und Angaben, denn du bleibst als Betreiber verantwortlich. Google verlangt ebenfalls, KI-Inhalte vor der Veröffentlichung auf Richtigkeit zu prüfen.

Ist WordPress kostenlos?

Die Software ist Open Source, die Website drumherum kostet aber Geld. Hosting gibt es zum Beispiel bei IONOS je nach Tarif für 5 bis 20 € im Monat inkl. MwSt., zum Start teils als Aktion ab 1 €. Eine Domain und ein SSL-Zertifikat sind in diesen Tarifen enthalten. Dazu kommen gegebenenfalls kostenpflichtige Erweiterungen und deine Zeit für Updates.

Was kostet ein Baukasten wie Wix oder Squarespace?

Laut Marktübersicht von sellwerk kostet ein Baukasten 15 bis 40 € im Monat. Eine eigene Domain und eine Website ohne Werbung des Anbieters gibt es je nach Anbieter erst in bezahlten Tarifen. Prüfe vor dem Abschluss direkt beim Anbieter, was dein Tarif enthält und was er nach einem Aktionszeitraum kostet.

Bestraft Google KI-Inhalte?

Laut Google Search Central sollst du KI-Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Richtigkeit prüfen. Google warnt davor, mit KI viele Seiten ohne Mehrwert für Nutzer zu erzeugen. Dass KI-Inhalte allein abgestraft werden, steht dort nicht. Bei automatisch erzeugten Inhalten empfiehlt Google, Lesern zu erklären, wie sie entstanden sind.

Darf ich Impressum und Datenschutzerklärung von einer KI erstellen lassen?

Ein KI-Tool kann einen Entwurf liefern, die Verantwortung bleibt bei dir. Laut eRecht24 benötigst du in jedem Fall ein rechtssicheres Impressum, und die Haftung lässt sich nicht per Disclaimer ausschließen. Unsere Empfehlung: Lass die Texte anwaltlich prüfen. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

Website selbst erstellen oder erstellen lassen: Was lohnt sich?

Für eine kleine Visitenkarten-Website mit wenig Budget kann ein Baukasten passen. Für eine Website, die Anfragen bringen soll, lohnt sich aus unserer Sicht oft das Bauenlassen, weil Aufbau, Technik und Pflege nicht an dir hängen. Entscheidend sind deine Zeit, dein Budget und dein Anspruch.

Porträt von Jonny

Jonny

Mitgründer von Ava-Design

Jonny betreut bei Ava-Design die Projekte und setzt sie um, vom ersten Entwurf bis zum Livegang. Für unsere Kunden ist er der direkte Ansprechpartner.

Quellen