Google Unternehmensprofil erstellen: So wirst du bei Google Maps gefunden.

Wenn Kunden bei Google nach Betrieben in der Nähe suchen, sollst du auf der Karte auftauchen. Hier liest du, wie du dein kostenloses Google Unternehmensprofil einrichtest, bestätigst und pflegst.

Jonny, Mitgründer von Ava-Design

Jonny, Mitgründer von Ava-Design · 12 Min. Lesezeit

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Kurz gesagt

Das Google Unternehmensprofil (früher Google My Business) ist kostenlos und ein zentraler Baustein, um in Google Maps und in der lokalen Suche zu erscheinen. Du legst es an, bestätigst es und füllst es vollständig aus. Laut Google sortiert die lokale Suche nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Bewertungen helfen dabei, solange du sie ohne Gegenleistung erbittest. Am Ende findest du eine Checkliste für alle Schritte.

Inhalt

Was ist das Google Unternehmensprofil und wer darf eins anlegen?

Das Google Unternehmensprofil (englisch Google Business Profile, früher Google My Business) ist dein Eintrag bei Google. Er erscheint in Google Maps und in der lokalen Suche. Das Profil ist kostenlos. Verlinken kannst du darin deine Website, deine Social-Media-Profile und einen Buchungslink.

Anlegen darfst du es, wenn Kunden deinen Standort besuchen können oder du Kunden an deren Standort bedienst. Je nach Betrieb gelten diese Regeln:

  • Laden, Praxis oder Studio: Kunden kommen zu dir. Während der angegebenen Öffnungszeiten muss dann Personal vor Ort sein.
  • Dienstleister mit Einzugsgebiet: Du legst das Profil für deinen Hauptsitz an und gibst ein Einzugsgebiet an. Es sollte laut Google-Richtlinie insgesamt nicht mehr als ca. zwei Autostunden vom Standort entfernt sein. Kommt niemand zu dir, blendest du deine Adresse aus.
  • Selbstständige Fachkräfte: Ärztinnen, Anwälte oder Immobilienmakler dürfen ein eigenes Profil anlegen, wenn sie Kundenverkehr haben und während der Öffnungszeiten am bestätigten Standort direkt erreichbar sind. Angestellte dürfen kein eigenes Profil erstellen.

Pro Unternehmen sollte es nur ein Profil geben. Virtuelle Büros und Postfächer an Adressen, an denen du nicht arbeitest, sind nicht zulässig.

Laut Google Hilfe: Über Google Unternehmensprofil und Richtlinien für die Darstellung deines Unternehmens bei Google (abgerufen im Oktober 2026).

Wie richtest du dein Profil Schritt für Schritt ein?

  • Schritt 1: Vorab klären: Prüfe, ob dein Betrieb ein Profil anlegen darf und ob es für dein Unternehmen schon eines gibt. Mehr als ein Profil pro Unternehmen ist nicht vorgesehen. Dann meldest du dich am Computer mit einem Google-Konto an und öffnest business.google.com/create.
  • Schritt 2: Basisangaben eintragen: Name, Standort oder Einzugsgebiet, Kategorien, Telefonnummer und Öffnungszeiten. Sind diese Angaben vollständig, hebt Google dein Logo hervor.
  • Schritt 3: Adresse entscheiden: Zeig die Adresse nur, wenn Kunden zu dir kommen. Sonst blendest du sie aus und nennst dein Einzugsgebiet.
  • Schritt 4: Profil bestätigen: Die Bestätigung erhöht laut Google die Chance, dass dein Profil in den Suchergebnissen erscheint. Erst danach ist dein Profil für andere bei Google sichtbar, Fotos ebenfalls.

Welche Methode du für die Bestätigung bekommst, entscheidet Google automatisch. Es hängt vom Unternehmenstyp, von öffentlichen Informationen, von der Region und von den Öffnungszeiten ab. Teilweise sind mehrere Methoden nötig.

MethodeSo läuft esGut zu wissen
Telefon oder SMSGoogle schickt einen Code an die geschäftliche Nummer.Der Code wird nicht an Sprachdialogsysteme ausgegeben.
E-MailDu brauchst Zugriff auf die E-Mail-Adresse, die Google anzeigt.Welche Methoden du siehst, bestimmt Google.
VideoaufnahmeDu zeigst dein Unternehmen in einem aufgezeichneten Video und lädst es hoch.Nicht für alle verfügbar. Google empfiehlt diese Methode, wenn dein Unternehmen dafür infrage kommt.
Live-VideoanrufDu zeigst per Video, dass du im Unternehmen bist.Nur zu den Öffnungszeiten und nicht für alle Unternehmen.
PostkarteDer Code kommt per Post, meist innerhalb von 14 Tagen.Nicht für alle verfügbar. Der Code läuft nach 30 Tagen ab. Ändere in der Zwischenzeit weder Name noch Adresse noch Kategorie.

Dazu kommen die Bestätigung über die Search Console und die Bulk-Bestätigung. Die Prüfung dauert laut Google bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger. Gib den Bestätigungscode niemandem weiter. Google fragt nie danach.

Laut Google Hilfe: Unternehmen verifizieren sowie Fotos und Videos im Unternehmensprofil verwalten (abgerufen im Oktober 2026).

Was gehört in dein Profil und wie passt deine Website dazu?

Laut Google erscheinen Unternehmen mit vollständigen und korrekten Angaben mit höherer Wahrscheinlichkeit in der lokalen Suche. Das sind die wichtigsten Bausteine:

  • Hauptkategorie: Wähl die Kategorie, die dein Unternehmen am besten beschreibt, so konkret wie möglich. „Nagelstudio“ ist genauer als „Studio“. Eigene Kategorien kannst du nicht anlegen, dann nimmst du eine allgemeinere. Zusätzliche Kategorien sind für besondere Leistungen gedacht, nicht für jedes Produkt.
  • Öffnungszeiten und Attribute: Trag Öffnungszeiten ein, auch Sonderöffnungszeiten, und Attribute wie Parkplatz oder WLAN.
  • Leistungen: Unter „Dienstleistungen bearbeiten“ wählst du Leistungen aus oder legst eigene an. Zu jeder Leistung kannst du Preis und Beschreibung ergänzen. Die Bezeichnung selbst enthält weder Preis noch Telefonnummer.
  • Fotos: Google empfiehlt Außenfotos sowie Fotos von Produkten und Leistungen. Sie sollten scharf und gut ausgeleuchtet sein. Google empfiehlt JPG oder PNG zwischen 10 KB und 5 MB. Ein Außenfoto hilft Kunden, dich vor Ort schneller zu finden.
  • Beschreibung: Hier gehören weder Links noch Preise, Angebote oder Rabatte hinein.
  • Beiträge: Es gibt „Aktuelles“, „Angebote“ und „Veranstaltungen“. Ohne festen Zeitraum archiviert Google Beiträge nach sechs Monaten.
  • Website: Trag den Link zu deiner Website ein, dazu bei Bedarf Social-Media-Profile und einen Buchungslink.

Dein Profil und deine Website erzählen am besten dieselbe Geschichte. Unsere Empfehlung: Halte Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten auf beiden Seiten identisch und verlinke vom Profil auf die passende Seite. Laut Google zählt für die Bekanntheit auch, wie viele Websites auf dein Unternehmen verweisen. Was eine Website insgesamt kostet, liest du in unserem Ratgeber Was kostet eine Website 2026? Wie du zusätzlich bei KI-Suchen gefunden wirst, steht in Wie wird deine Website bei ChatGPT gefunden?

Zwei Funktionen haben sich geändert. Der Chat im Profil ist seit dem 31.07.2024 abgeschaltet. Anrufe kommen weiterhin an, denn die Anruftaste verweist auf die Nummer in deinem Profil. Die öffentlichen Fragen und Antworten in Google Maps ersetzt Google laut Fachmedien schrittweise durch einen KI-Button namens „Ask“, angekündigt im Dezember 2025. Bestehende Fragen kannst du im Profil weiter beantworten, die Antworten nutzt Google für die KI-Antworten.

Laut Google Hilfe: Tipps zur Verbesserung des lokalen Rankings, Kategorie auswählen, Leistungen verwalten, Fotos und Videos, Beiträge sowie Chat und Anrufverlauf. Zur Q&A-Änderung laut Search Engine Roundtable und PPC Land (abgerufen im Oktober 2026).

Wie sortiert Google die lokalen Ergebnisse?

Laut Google beruhen lokale Ergebnisse hauptsächlich auf drei Dingen: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit.

FaktorWas Google damit meintWas du tun kannst
RelevanzWie gut dein Profil zu dem passt, was jemand sucht.Eine konkrete Hauptkategorie wählen und Leistungen vollständig eintragen.
EntfernungWie weit dein Betrieb von der suchenden Person entfernt liegt. Teilt sie ihren Standort nicht, nutzt Google bekannte Standortinformationen.Adresse oder Einzugsgebiet korrekt angeben. Den Standort der Suchenden kannst du nicht beeinflussen.
BekanntheitWie bekannt dein Unternehmen ist. Mehr Bewertungen und positive Bewertungen helfen, ebenso Websites, die auf dich verweisen.Bewertungen sammeln und beantworten, die Website mit dem Profil verknüpfen.

Die Details des Algorithmus legt Google nicht offen. Ein besseres Ranking lässt sich nicht einfordern, auch nicht gegen Bezahlung. Gut belegt ist: Die Bestätigung des Profils erhöht laut Google die Chance auf Sichtbarkeit.

Eine Befragung von 47 lokalen SEO-Fachleuten (Whitespark 2026) bewertete 187 Faktoren. Ganz oben standen die Hauptkategorie und die Nähe der Adresse zum Suchort, dahinter unter anderem, ob dein Betrieb zur Suchzeit geöffnet ist, und hohe Google-Bewertungen. Das ist die Einschätzung dieser Fachleute und keine Aussage von Google.

Laut Google Hilfe: Tipps zur Verbesserung des lokalen Rankings, und laut Whitespark: Local Search Ranking Factors 2026 (abgerufen im Oktober 2026).

Wie sammelst du Google-Bewertungen richtig?

Bewertungen sind für Google ein Teil der Bekanntheit. Sie beeinflussen auch, ob Kunden dir vertrauen. Eine Studie von BrightLocal (Februar 2026, 1.002 erwachsene Verbraucher in den USA) zeigt das Bild. Die Zahlen lassen sich nicht direkt auf Deutschland übertragen, geben aber eine Richtung vor.

AussageAnteil der Befragten
Lesen Bewertungen für lokale Unternehmen97 %
Erwarten, dass Unternehmen auf Bewertungen antworten89 %
Nutzen eher ein Unternehmen, das auf alle Bewertungen antwortet80 %
Lassen sich von negativen Bewertungen abschrecken77 %
Suchen Bewertungen der letzten drei Monate74 %

Laut BrightLocal: Local Consumer Review Survey 2026, nur US-Verbraucher (abgerufen im Oktober 2026).

So gehst du vor:

  • Link oder QR-Code nutzen: Im Profil klickst du unter „Rezensionen lesen“ auf „Mehr Rezensionen erhalten“. Dort kopierst du den Link oder speicherst den QR-Code. Den QR-Code erstellst du laut Google am Computer. Wer bewertet, muss in einem Google-Konto angemeldet sein.
  • Ohne Gegenleistung bitten: Google empfiehlt die Bitte per E-Mail, WhatsApp oder Facebook-Beitrag oder mit einem QR-Code im Geschäft oder auf Belegen. Vorteile für Bewertungen sind verboten, zum Beispiel Rabatte oder kostenlose Leistungen. Solche Bewertungen entfernt Google.
  • Alle Kunden fragen: Du darfst nicht gezielt nur um positive Bewertungen bitten und negative nicht verhindern. Kunden sollst du auch nicht drängen, vor Ort zu bewerten. Mitarbeitenden eine feste Zahl an Bewertungen vorzugeben, ist ebenfalls verboten.
  • Zeitnah und persönlich antworten: Antworte auf negative Bewertungen zeitnah, freundlich und kurz. Unterschreib mit Namen oder Initialen und biete nichts an. Jedem Kunden öffentlich zu danken, ist nicht nötig. Textbausteine schrecken laut BrightLocal 50 % der Verbraucher ab.

Unsere Empfehlung: Bitte Kunden direkt nach einem erledigten Auftrag um eine Bewertung, wenn die Erfahrung noch frisch ist. Unangemessene Bewertungen kannst du bei Google melden. Den Stand siehst du im Tool zur Bewertungsverwaltung. Wird eine Meldung eskaliert oder legst du Einspruch ein, kommt die Entscheidung per E-Mail.

Laut Google Hilfe: Tipps für mehr Rezensionen, Link oder QR-Code zum Anfordern von Rezensionen, Unangemessene Bewertungen melden und Richtlinie zu verbotenen Inhalten in Google Maps (abgerufen im Oktober 2026).

Welche Fehler solltest du vermeiden?

  • Keywords im Firmennamen: Im Namen dürfen laut Google keine unnötigen Informationen stehen. Dazu zählen Slogans, Telefonnummern, URLs, Leistungsbeschreibungen, Ortsangaben und unnötige Rechtsformzusätze. In der Whitespark-Befragung stehen Keywords im Titel zwar weit oben, das widerspricht aber der Richtlinie. Unsere Empfehlung: Nutze den Namen, unter dem du im Alltag auftrittst.
  • Zu viele Kategorien: Zusätzliche Kategorien sind für besondere Leistungen gedacht. Für jedes einzelne Produkt eine Kategorie zu wählen, sieht Google nicht vor.
  • Links und Preise in der Beschreibung: Links, Preise, Angebote und Rabatte sind dort nicht erlaubt. Telefonnummern in Beiträgen können zur Ablehnung führen.
  • Eine Adresse, an der du nicht arbeitest: Virtuelle Büros und Postfächer sind nicht zulässig. Kommen keine Kunden zu dir, blendest du die Adresse aus.
  • Gekaufte oder belohnte Bewertungen: Dazu gehören Bewertungen, die nicht auf realen Erfahrungen beruhen. Auch ungewöhnliche Mengen und Muster gelten als Zeichen für Manipulation.
  • Ein Profil, das niemand pflegt: Veraltete Öffnungszeiten und unbeantwortete Bewertungen kosten Vertrauen. Schau regelmäßig ins Profil und halte es aktuell.

Laut Google Hilfe: Richtlinien für die Darstellung deines Unternehmens bei Google, Kategorie auswählen und Richtlinie zu verbotenen Inhalten in Google Maps. Zu den Faktoren laut Whitespark 2026 (abgerufen im Oktober 2026).

Checkliste für dein Google Unternehmensprofil

Mit diesen Schritten bringst du dein Profil auf einen guten Stand:

  • Prüfen, ob dein Betrieb ein Profil anlegen darf und ob es schon eines gibt
  • Den Namen so eintragen, wie dein Unternehmen heißt, ohne Zusätze
  • Eine konkrete Hauptkategorie wählen, weitere nur für echte Leistungen
  • Adresse anzeigen oder ausblenden und bei Bedarf das Einzugsgebiet angeben
  • Telefonnummer, Öffnungszeiten und den Link zu deiner Website eintragen
  • Leistungen mit kurzer Beschreibung anlegen
  • Logo, Titelbild, ein Außenfoto und Fotos deiner Leistungen hochladen
  • Das Profil bestätigen und den Code niemandem weitergeben
  • Link oder QR-Code für Bewertungen erstellen und ohne Gegenleistung weitergeben
  • Auf Bewertungen freundlich und persönlich antworten
  • Angaben und Beiträge regelmäßig prüfen

Häufige Fragen zum Google Unternehmensprofil.

Was kostet ein Google Unternehmensprofil?

Das Profil ist kostenlos. Kosten kommen höchstens dazu, wenn du jemanden beauftragst, es für dich einzurichten.

Was ist der Unterschied zwischen Google My Business und dem Google Unternehmensprofil?

Google My Business ist der frühere Name. Heute heißt es Google Unternehmensprofil, englisch Google Business Profile. Gemeint ist derselbe Eintrag bei Google Maps und in der lokalen Suche.

Wie lange dauert die Bestätigung des Google Unternehmensprofils?

Laut Google kann die Prüfung bis zu fünf Arbeitstage dauern, in seltenen Fällen länger. Kommt der Code per Postkarte, trifft er meist innerhalb von 14 Tagen ein und läuft nach 30 Tagen ab. Welche Methode du bekommst, entscheidet Google automatisch.

Kann ich ein Google Unternehmensprofil ohne Ladengeschäft erstellen?

Ja, wenn du Kunden bedienst. Als Dienstleister legst du das Profil für deinen Hauptsitz an und gibst ein Einzugsgebiet an, das laut Google-Richtlinie insgesamt nicht mehr als ca. zwei Autostunden umfassen sollte. Kommen keine Kunden zu dir, blendest du die Adresse aus.

Darf ich Kunden für eine Google-Bewertung einen Rabatt geben?

Nein. Vorteile für Bewertungen sind laut Google verboten, solche Bewertungen werden entfernt. Erlaubt ist die Bitte um eine Bewertung ohne Gegenleistung. Du darfst auch nicht nur zufriedene Kunden gezielt ansprechen.

Darf ich Keywords in den Firmennamen schreiben?

Nein. Unnötige Zusätze im Namen sind laut Google-Richtlinie nicht erlaubt, zum Beispiel Slogans, Ortsangaben oder Leistungsbeschreibungen. Für deine Sichtbarkeit zählen vor allem die Hauptkategorie, vollständige Angaben und Bewertungen.

Gibt es den Chat und die Fragen und Antworten im Google Unternehmensprofil noch?

Der Chat im Profil ist seit dem 31.07.2024 nicht mehr verfügbar. Anrufe kommen weiterhin an. Die öffentlichen Fragen und Antworten in Google Maps ersetzt Google seit Dezember 2025 schrittweise durch einen KI-Button namens „Ask“. Bestehende Fragen kannst du im Profil weiter beantworten, die Antworten fließen in die KI-Antworten ein.

Porträt von Jonny

Jonny

Mitgründer von Ava-Design

Jonny betreut bei Ava-Design die Projekte und setzt sie um, vom ersten Entwurf bis zum Livegang. Für unsere Kunden ist er der direkte Ansprechpartner.