Website zum Festpreis oder im Abo?

Einmal zahlen oder jeden Monat? Beide Wege haben ihre Stärken. Hier siehst du, was sich auf Dauer lohnt und worauf du bei jedem Modell achten solltest.

Jonny, Mitgründer von Ava-Design

Jonny, Mitgründer von Ava-Design · 6 Min. Lesezeit

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Kurz gesagt

Beim Festpreis zahlst du die Erstellung einmal und danach nur die laufenden Kosten, meist für Domain, Hosting und auf Wunsch Betreuung. Beim Abo zahlst du jeden Monat einen festen Betrag, in dem Erstellung, Hosting und oft Betreuung stecken, meist mit Mindestlaufzeit. Das Abo ist am Anfang günstiger, der Festpreis oft auf Dauer. Kläre bei beiden Modellen vorher, was nach einer Kündigung mit Website, Design und Domain passiert.

Inhalt

Was ist der Unterschied zwischen Festpreis und Abo?

Bei beiden Modellen bekommst du eine fertige Website. Der Unterschied liegt darin, wann du zahlst und wie lange du gebunden bist.

MerkmalFestpreisAbo
Zum Starteinmaliger Betrag für die Erstellungoft eine Einrichtungsgebühr, teils gar nichts
Danachlaufende Kosten für Domain und Hosting, Betreuung nach Wunschfester Monatsbetrag mit Hosting und meist Betreuung
Bindungnur für die laufenden Kosten, je nach AnbieterMindestlaufzeit, oft über mehrere Jahre
Änderungennach Absprache, oft mit eigenem Zuganghäufig im Monatsbetrag enthalten, im vereinbarten Umfang
Nach der Kündigunghängt davon ab, was zu Design und Domain vereinbart istdie Website ist oft offline, Design und Domain hängen am Vertrag

Was kostet eine Website zum Festpreis?

Webdesign zum Festpreis heißt: Der Preis für die Erstellung steht vor dem Start fest. Laut Marktübersicht von sellwerk kostet eine Website beim Freelancer einmalig 800 bis 5.000 € netto, bei einer kleinen Agentur 2.500 bis 8.000 € und bei größeren Agenturen 5.000 bis 25.000 €. Danach fallen im Monat etwa 20 bis 60 € beim Freelancer an, 40 bis 120 € bei kleinen und 50 bis 250 € bei größeren Agenturen.

Richtwerte laut sellwerk (Stand August 2026), netto.

Der Vorteil: Du weißt vor dem Start, was die Website kostet. Das Risiko für Mehraufwand liegt beim Anbieter, solange der vereinbarte Umfang gleich bleibt. Eine ausführliche Übersicht findest du in unserem Ratgeber Was kostet eine Website 2026?

Was kostet eine Website im Abo?

Eine neutrale Marktübersicht für Website-Abos ist uns nicht bekannt, die Preise der Anbieter unterscheiden sich stark. Typisch ist ein Monatsbetrag, zu dem bei vielen Anbietern eine Einrichtungsgebühr kommt. Je mehr Seiten und Funktionen, desto höher der Monatsbetrag.

Achte vor allem auf die Mindestlaufzeit. Manche Anbieter binden dich über mehrere Jahre: Vor dem Bundesgerichtshof landete zum Beispiel ein Website-Vertrag mit 48 Monaten Laufzeit. Was eine Kündigung dann bedeutet, liest du weiter unten.

Ein Baukasten wie Wix oder Jimdo ist im Grunde auch ein Abo. Er kostet laut sellwerk 15 bis 40 € im Monat, die Website baust du dort aber selbst.

Was lohnt sich auf Dauer?

Das hängt davon ab, wie lange du deine Website nutzt. Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Zahlen: Website A kostet einmalig 3.000 € und danach 40 € im Monat. Website B kostet im Abo 500 € Einrichtung und 120 € im Monat.

NachFestpreis (A)Abo (B)
1 Jahr3.480 €1.940 €
2 Jahren3.960 €3.380 €
3 Jahren4.440 €4.820 €
5 Jahren5.400 €7.700 €

Angenommene Beispielwerte, netto. Echte Angebote weichen ab.

In diesem Beispiel ist das Abo nach gut zweieinhalb Jahren teurer. Nutzt du deine Website länger, ist hier der Festpreis günstiger. Rechne deshalb immer die Kosten über die Zeit, in der du die Website wirklich brauchst, und nicht nur den Betrag zum Start.

Was passiert nach der Kündigung?

Diese Frage wird beim Vertragsabschluss leicht vergessen. Kläre vorher drei Punkte:

  • Die Website: Bleibt sie online, wenn du kündigst, oder schaltet der Anbieter sie ab?
  • Das Design: Darfst du es weiter nutzen oder mitnehmen, und was kostet das?
  • Die Domain: Ist sie auf deinen Namen registriert, damit du sie zu einem anderen Anbieter umziehen kannst?

Zur vorzeitigen Kündigung hat der Bundesgerichtshof 2011 entschieden: Ein Vertrag über die Bereitstellung, Gestaltung und Betreuung einer Website mit 48 Monaten Mindestlaufzeit ist ein Werkvertrag und kann jederzeit gekündigt werden. Der Anbieter kann dann grundsätzlich die vereinbarte Vergütung verlangen, abzüglich dessen, was er durch die Kündigung spart. Diese Rechnung muss er im Einzelnen belegen. Kündigen kannst du also, kostenlos ist es deshalb nicht unbedingt. Ob das auf deinen Vertrag passt, hängt davon ab, wie er gestaltet ist.

BGH, Urteil vom 24.03.2011, VII ZR 164/10, nach damaligem Recht (§ 649 BGB, heute § 648 BGB). Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Für wen passt welches Modell?

Ein Abo passt, wenn du zum Start wenig Geld ausgeben willst, regelmäßig Änderungen brauchst und alles bei einem Anbieter liegen soll.

Ein Festpreis passt, wenn du deine Website über Jahre nutzen willst, die Gesamtkosten im Blick behalten möchtest und dich nicht über Jahre an einen Vertrag binden willst.

Welche Fragen klärst du vor dem Vertrag?

Egal, für welches Modell du dich entscheidest, diese Fragen sollte das Angebot beantworten:

  • Was zahlst du zum Start, was jeden Monat und was über die ganze Laufzeit?
  • Wie lange bist du gebunden, und wie kündigst du?
  • Was ist im Monatsbetrag enthalten, und was kosten Änderungen darüber hinaus?
  • Kannst du Inhalte selbst ändern?
  • Auf wen ist die Domain registriert?
  • Was passiert mit Website und Design, wenn du kündigst?
  • Dürfen die Preise während der Laufzeit steigen?

Häufige Fragen zu Festpreis und Abo.

Was bedeutet Website mieten?

Bei einer gemieteten Website, oft Mietwebsite genannt, zahlst du keinen Kaufpreis, sondern einen Monatsbetrag. Darin stecken meist Erstellung, Hosting und Betreuung. Endet der Vertrag, endet oft auch die Website.

Ist eine Website im Abo günstiger?

Am Anfang ja, weil du wenig oder nichts vorab zahlst. Über mehrere Jahre ist ein Festpreis oft günstiger, weil danach nur noch die laufenden Kosten bleiben.

Kann ich ein Website-Abo vorzeitig kündigen?

Ist der Vertrag ein Werkvertrag, kannst du ihn laut Bundesgerichtshof jederzeit kündigen. Der Anbieter darf dann grundsätzlich die vereinbarte Vergütung verlangen, abzüglich seiner ersparten Kosten. Das ist eine allgemeine Information, im Einzelfall hilft dir eine Anwältin oder ein Anwalt weiter.

Wem gehört die Domain?

Das steht im Vertrag. Am besten ist die Domain auf deinen Namen oder dein Unternehmen registriert, dann kannst du sie jederzeit zu einem anderen Anbieter mitnehmen.

Kann ich meine Website selbst ändern?

Das hängt vom Anbieter ab. Bei Ava-Design bekommst du einen Zugang zum CMS, mit dem du Änderungen selbst machen kannst.

Bietet Ava-Design ein Abo an?

Du zahlst deine Website bei uns einmalig zum Festpreis. Ab dem zweiten Jahr kommen 29,99 € netto im Monat für Domain, Postfächer und Hosting dazu.

Porträt von Jonny

Jonny

Mitgründer von Ava-Design

Jonny betreut bei Ava-Design die Projekte und setzt sie um, vom ersten Entwurf bis zum Livegang. Für unsere Kunden ist er der direkte Ansprechpartner.